aufgeMUCkt: Neues aus Münchhausen

Schon einmal hatten wir über das gespaltene Verhältnis von aufgeMUCkt zur Wahrheit berichtet. Zwischenzeitlich hat aufgeMUCkt eine neue Homepage gestaltet- sieht etwas chaotisch aus, aber das Chaos kann ja interessant sein. Interessant ist vor allem, dass es aufgeMUCkt mit den Zahlen auch weiterhin nicht ganz so genau nimmt. Es heisst unter der Rubrik “Über uns

 Wir sind Menschen, die sich in über 80 Bürgerinitiativen, Verbänden und anderen Organisationen engagieren und sich in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen haben. Wir kommen aus 10 bayerischen betroffenen Landkreisen und vertreten circa 300 000 betroffene Bürger.

Nachdem bei der letzten Version der Homepage noch von 70 Bürgerinitiativen die Rede war und bereits damals die Zahl nicht mit der Realität überein stimmt, habe ich mir mal die Arbeit gemacht, etwas genauer nach zu schauen. Und zwar unter Bürgerinitiativen – also den eigenen Angaben von aufgeMUCkt – Der Dagegen-Initiative.

Und das Ergebnis ist höchst aufschlussreich:

Dort sind exakt 48 Bürgerinitiativen aufgezählt.  Zur Bürgerinitiative Karlsfeld (45 km vom Flughafen entfernt!!!) steht der Zusatz “Unbesetzt, bei Fragen aus Karlsfeld an Dr. Speierl, Dachau wenden.” – eine Zählinitiative. Bei der BI Seilerbrückl (ein Strassenzug mitten in Freising) des Herrn Hartmut Binner ist der Zusatz “(Material zum Widerstand)” vermerkt, was eher einer Materialausgabestelle gleicht.

Macht als 46 Initiativen, bei denen kein Zusatz vermerkt ist … weit entfernt von 80. Man sollte hier natürlich mit berücksichtigen, dass von den allermeisten Bürgerinitiativen keinerlei Aktivitäten gefunden werden können – weder auf der fehlenden eigenen Webpage noch in sonstigen Informationen. Es handelt sich also auch hier eher um Zählinitiativen, um die Zahlen ein wenig zu schönen.

Guten Mutes dachten wird, wir schauen einmal weiter, was sonst noch vorhanden ist – und ob diese die Qualität einer Bürgerinitiative erfüllen:

  • 15 Unterorganisationen des BUND mit den Highlights der Kreisgruppen Kitzingen (255 km vom Flughafen entfernt und damit näher an Frankfurt) und Mühldorf (66 km vom Flughafen entfernt)
  • 5 katholische und 2 evangelische Gemeinden
  • 3 sonstige Vereine wie Greencity in München oder Sonnenkraft in Freising
  • 4 Kreisgruppen des Verkehrsclubs Deutschland

Man könnte faktisch auch sicher noch mehr Kreisgruppen und Unterorganisationen aufzählen. Die Zahl wird dadurch nicht wirklich grösser und um Bürgerinitiativen handelt es sich an dieser Stelle dann auch nicht mehr.

Macht zusammen 77 Gruppen, die sich in aufgeMUCkt zusammen geschlossen haben – und beim grössten Entgegenkommen werden die Gruppen des BUND und der Kirchen auch noch unter den Sammelbegriff “Bürgerinitiative” gefasst. Sauber ist dies nicht – aber man will auch nicht so kleinlich sein.

Beim besten Willen fehlen an dieser Stelle dann immer noch exakt 3 Gruppen, die bei aufgeMUCkt verzeichnet sind … und hier zeigt sich, dass bereits solche einfachen Fakten, die von einer Bewertung vollkommen losgelöst betrachtet werden können, bei aufgeMUCkt und den anderen Dagegen-Initiativen recht willkürlich sind.

Man kann daraus irgendwie schliessen, dass die Angaben der Grünen in aufgeMUCkt irgendwie der Phantasie entsprechen. So genau nimmt es der Dagegen-Mensch mit dem Wahrheitsgehalt seiner Angaben.

Faktencheck: Wen die Dagegen-Initiativen vertreten

AufgeMUCkt behauptet auf seiner Website:

Wir sind Menschen, die sich in über 70 Bürgerinitiativen, Verbänden und anderen Organisationen engagieren und sich in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen haben.

Wir kommen aus 10 bayerischen betroffenen Landkreisen und vertreten circa 300 000 betroffene Bürger.

Bayerns Landkreis (rot: Freising und Erding; orang – weitere Landkreise)

Die Frage der Vertretung bedarf in einer demokratischen Gesellschaft einer Legitimation der “Betroffenen”. Bei den 300.000 Betroffenen, die aufgeMUCkt vertreten will, kann es sich nicht um die Landkreisbevölkerungen der “betroffenen Landkreise” handeln. Denn die Landkreise Freising (166.375 Einwohner) und Erding haben (127.011 Einwohner) haben diese Zahl an Einwohnern bereits fast erreicht – 293.386 Einwohner. Dies sind aber die Landkreise, in denen der Flughafen München entweder liegt oder die durch die An- und Abflugrouten unmittelbar betroffen sind. Mit Ausnahme der Stadt Garching im Landkreis München-Land sind über allen anderen Teilen im nördlichen Oberbayern, im südlichen Mittelfranken sowie im nordwestlichen Niederbayern die Flugzeuge noch / schon in einer Höhe, die eine Lärmbelastung auf den Normalzustand verdrängt. Hier ist bereits der Lärm, den Strasse und Schiene machen, das weitaus grössere Problem.

Wir haben uns deshalb einmal die Landkarte im Umgriff der beiden “betroffenen Landkreise” einmal näher angeschaut und die Ungenauigkeit, dass Landshut eine Kreisfreie Stadt ist, unberücksichtigt gelassen. Dabei kommen wir zu folgenden Resultaten:

  • Im Landkreis München (südwestlich des Flughafens) leben 323.075 Einwohner
  • Im Landkreis Landshut (östlich des Flughafens) leben 148.783 Einwohner
  • Im Landkreis Kehlheim (nördlich des Flughafens) leben 113.147 Einwohner
  • Im Landkreis Pfaffenhofen (nördwestlich des Flughafens) leben 117.371 Einwohner
  • Im Landkreis Dachau (westlich des Flughafens) leben 138.547 Einwohner
  • Im Landkreis Ebersberg (südöstlich des Flughafens) leben 129.199 Einwohner

In der Stadt Landshut leben 63.258 Einwohner und in Ingolstadt 125.088 Einwohner. Jetzt sind aber die Einwohner der Landeshauptstadt München, die vielfach näher am Flughafen wohnen als die Einwohner des die Landeshauptstadt fast umschliessenden Landkreises München, hierin gar nicht erfasst – macht immerhin 1.353.186 Einwohner.

Fast man jetzt diese Zahlen zusammen, so wohnen bereits in den genannten Landkreisen 1.556.894 Einwohner – zuzüglich Ingolstadt und Landshut reden wir bereits von 1.745.240 Einwohner. Und wenn man München noch mit zusätzlich mit hinein rechnet, dann 3.098.426 Einwohner. Das sind zehnmal so viele Einwohner, als wie aufgeMUCkt angibt, zu vertreten. In München besteht aber – wie bereits aufgeMUCkt – eine von den Grünen getragene eigene Initiative, die derzeit sich gerade an einem Bürgerentscheid abarbeitet.

Wir hatten, wie bereits berichtet, deshalb einmal näher nachgefragt. Die Antworten waren eher dürftig – aber eine Aussage haben wir erhalten von der Bürgerinitiative in Attenkirchen, die uns antwortete:

Die BI-Attenkirchen wurde von mir gegründet. Wir haben einige Mitstreiter die die Initiative in ihre Freizeit unterstützen.

“einige Mitstreiter” klingt eher nach einer kleinen Gemeinschaft, die sich für ein Anliegen einsetzt – bei 2.674 Einwohnern, die Attenkirchen hat. Also nicht einmal in einem so kleinen Ort vertritt die Initiative, was diese Initiative auch nicht behauptet, die Gemeinde oder Gemeindeeinwohner. Es nehmen einige Bürger ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahr.

Wir hatten aber auch noch eine Antwort des heimlichen Sprechers von aufgeMUCkt, Christian Magerl, der doch in der Tat alle Einwohner der beiden unmittelbar angrenzenden Landkreise Freising und Erding mit in seine Rechnung einbezogen hatte. Aber: aufgeMUCkt bleibt bislang trotz mehrfacher Nachfragen jegliche Aussagen zu den Strukturen schuldig. Den Begriff “vertreten” verwendet die Initiative bewusst irreführend, um eine Grösse zu suggerieren, die sie überhaupt nicht besitzt, denn wie bei der – ehrlichen – Antwort der BI Attenkirchen verhält es sich scheinbar auch bei allen anderen Bürgerinitiativen, die in ihrer grossen Anzahl nicht einmal über eine Homepage und wohl auch nicht über eine Vereinsstruktur verfügen. Die BI Jessenwang verzeichnet seit Jahren bereits auch keine Mitgliederversammlungen mehr, auf der der Vorsitzende Thomas Möller sich bestätigen lässt – eine reine Papierorganisation ohne Aktionsradius.

Eine Ausnahme stellt die Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung dar, der der Freisinger Landrat Michael Schwaiger vorsitzt. In ihr haben sich neben zahlreichen Privatpersonen auch die Anrainergemeinden und die beiden betroffenen Landkreise zusammen geschlossen. Sie haben sich aktiv am Planfeststellungsverfahren beteiligt und koordinieren die Klageverfahren gegen die Erweiterung. Hier handelt es sich um echte Strukturen, die jedoch zwischenzeitlich weniger nach aussen gerichtet sind. Michael Schwaiger macht aber immer wieder auch deutlich, dass es auch gegenläufige Meinungen in den Gemeinden gibt, die Mitglied sind – und sich auch ganze Gemeinden wie Eching dem Protest nicht angeschlossen haben. Eching liegt am westlichen Ende der Einflugschneise.

Die Schutzgemeinschaft ist zwar beteiligte an dem Bündnis aufgeMUCkt – aber wohl nur informationshalber. Eine Aktivität ist nicht zu verzeichnen.

Bleibt noch die Frage nach den 10 Landkreisen, die aufgeMUCkt vertreten will oder in der sie Betroffene vertreten will. auch hier verhält es sich wie mit den Mitgliedern: auf Nachfrage kommt ein eisiges Schweigen. Man wird auch nirgends auf einen Landkreis stossen, der – durch seine Kreisorgane – beschlossen hätte, Mitglied bei aufgeMUCkt zu werden. Eine Schimäre.

Es fällt auch auf, dass in dem Bündnis keinerlei Parteien beteiligt sind, obwohl sich gerade in Freising von CSU bis Freien Wähler, SPD und Grünen alle Parteien gegen den Bau der Startbahn ausgesprochen haben. Anders als in dem Münchner Pedant “München gegen die dritte Startbahn”, dem neben den Grünen beispielsweise auch die Freien Wähler und die Linkspartei angehören, sucht man eine ähnliche Aufstellung bei aufgeMUCkt oder den Bürgerinitiativen vergeblich.

Was ist dann aufgeMUCkt? AufgeMUCkt vertritt niemand, sondern in dem scheinbaren Bündnis sind vor allem eine Grüne Berufsaktivitisten vertreten – alle fünf Sprecher gehören dem ein oder anderen weit vom Flughafen entfernt liegenden Orts- oder Kreisverband an. Die Sprecherin Helga Stieglmeier ist beispielsweise immer dann dabei, wenn es gegen Infrastrukturprojekte geht – egal ob Luft-, Strassen- oder Schienenverkehr.

Und selbst man in die Rubrik “Leserbriefe” der Homepage von aufgeMUCkt reinschaut: viele Leserbriefe, aber ob diese alle aufgeMUCkt unterstützen oder sich von diesem dubiosen Bündnis vertreten lassen wollen – das ist fraglich. Und deshalb bleiben auch sämtliche Fragen zu den Strukturen unbeantwortet – wer wirklich hinter aufgeMUCkt steht, bleibt so im Dunkeln.

Fazit: aufgeMUCkt ist eine grosse Schimäre, die weder jemand vertritt noch von irgendjemand legitimiert ist.

Bei aufgeMUCkt zwitschert niemand mehr.

Es könnte fast schon wie der Offenbarungseid klingen. Die Organisation, die angeblich 300.000 Betroffene vertritt, hat aufgehört zu zwitschern – und das schon am 29. November 2010. Nur 49 “Follower” haben sich für das wichtigste interessiert, was aufgeMUCkt zu präsentieren hat. Da sind wohl doch keine 300.000 Vertretenen, sondern nur 3 Vertretene – und viele viele Berufs-Dagegen-Aktivisten.

Was aufgeMUCkt vom Bürger hält

Was aufgeMUCkt vom Bürger hält, zeigt exemplarisch der nachfolgende wiedergegebene Email-Wechsel mit einem Vertreter der “Bürgerinitiative”. Man kann es auch zusammenfassen: Folgt man nicht deren Argumenten, wird gepöppelt.

Aber lesen Sie selbst:

Thomas Möller – BV-Jesenwang, 11.05.2012 – 08.21 Uhr

Herr Tim Osten, Tom Westen oder wie Sie auch heißen mögen,
ich habe Ihnen mehrfach untersagt mir Ihre Spam-E-Mails per verdeckter BCC-Adresse zu senden.
Ihre diesbezüglichen nicht erwünschten und nicht zugestimmten E-Mails sind ein rechtswidriger Vorgang, der von mir nicht geduldet wird.
Für Ihre (aus meiner Sicht völlig hirnrissigen Fragen und Stellungnahmen) bin ich nicht der Ansprechpartner. Es sollte Ihnen in Anbetracht Ihrer 2 akademischen Titel doch klar sein, dass ich keine Fragen beantworten kann, die nur von z.B. AufgeMUCkt beantwortet werden können.
Wenn Sie auf Ihre hetzerisch verfassten E-Mails keine Antwort von AufgeMUCkt erhalten, dann wohl bereits deshalb, weil denen diese Mail auch so auf den Geist gehen, wie mir.
Sie verlangen völlige Transparenz unserer Organisationen. Sie Fragen sogar nach der Rechtsform dieser Organisationen, die Sie ganz einfach durch das Lesen des Impressums der Internet-Auftritte herausfinden können. Brauchen Sie noch einen Kurs zum Lesen des Impressums von Webseiten oder Druckerzeugnisse der Fluglärminitiativen?
Von mir bekommen Sie allenfalls weitere Informationen, wenn Sie selbst, wie unsere Organisation im Internet, völlige Transparenz gezeigt haben. Hierzu gehört schon einmal, dass Sie Ihren richtigen Namen, Ihre Adresse, Ihre Zugehörigkeit zu Organisationen und Ihren politischen Standpunkt offengelegt haben. Erst dann kann mit Ihnen auf Augenhöhe diskutiert werden.
Im übrigen bin weder ich, noch AufgeMUCkt oder andere Interessengruppen, die sich mit Recht und begründet gegen die irrsinnige geplante Investition einer Dritten Startbahn in München wenden, verpflichtet Ihnen Ihre Fragen überhaupt zu beantworten. Und wenn Sie der Meinung sind, das Sie einen Rechtsanspruch haben, dann gehen Sie zum Anwalt und verklagen diese Organisationmen auf Beantwortung Ihrer hetzerischen Fragen und Stellungnahmen, Sie werden sehen, wie weit Sie damit kommen, schon gar, wenn Sie aus der Anonymität heraus schießen.
Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Tag

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 09:16 Uhr

Lieber Herr Möller,
ich verstehe gar nicht, warum Sie eigentlich immer so ausfallend werden müssen. Liegt es daran, dass Ihnen die Fragen deshalb so unangenehm sind, weil Sie etwas zu verheimlichen haben?
Sie schreiben doch selbst, dass aufgeMUCkt IHRE Organisation ist. Dann frage ich genau den richtigen.
Ich weiss natürlich für Sie Fragen zu Ihrem dubiosen Geschäfts- und Organisationsgebahren quasi eine Beleidigung darstellen. Aber wo hier eine Hetze liegen soll … na das bleibt natürlich Ihre Geheimnis. Da Sie aber nicht einmal Ihre eigene Organisation zu kennen scheinen ein Hinweis: im Impressum ist keine Organisation, sondern die Privatperson, die die Domain angemeldet hat, verzeichnet. Dies ist presserechtlich vollkommen ok, ansonsten dient es der Verschleierung.
Wie gesagt, ich habe Ihnen alle Daten zu mir gegeben, auch meine Meinung zum Airport – was wollen Sie noch für einen politischen Standpunkt wissen? Aber Stop: sagen Sie mal was zu den relevanten Fragen …
Schönen Tag (und hoffentlich kommen Sie wieder runter)
Tim Osten
PS: Ich bin übrigens Tim Osten. Auch wenn Ihnen in Ihrer Verschwörungswelt da etwas abgeht.

Thomas Möller – BV-Jesenwang, 11.05.2012 – 10.21 Uhr

Ohne transparente Angaben zur Ihrer Person, Adresse und politischen Position keine weiteren Informationen.

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 10:28

zu was wollen Sie denn meine Position wissen 😉

Thomas Möller – BV-Jesenwang, 11.05.2012 – 10.43 Uhr

Alles

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 10:48 Uhr

Ach Herr Möller,
Ihre Antwort, welche meiner Positionen Sie interessiert, zeigt vor allem eines: Sie suchen Ausflüchte. Mehr ist es nicht. Es geht Ihnen nicht um die Sache, es geht Ihnen um die Polemik und die Verschleierung Ihrer Hinterfrauen. Wenn Sie wirklich daran interessiert wären, offen und transparent zu agieren, würden Sie dies ohne Probleme auch tun.
Ich hoffe nur mal, dass Sie dafür Ihre Quittung bekommen. Ich gehe auch fest davon aus, dass der Bürger klug genug ist, Ihr Spiel zu durchschauen, dass es Ihnen und Ihrem Kampfgenossen nicht um Natur, Heimat oder sonstige vorgeschobene Dinge geht, sondern Sie die Interessen von Dritten oder reine Ideologie geht. Mehr nicht.
Und nein, schauen Sie sich das Impressum von aufgemuckt.de an – presserechtlich in Ordnung, ohne Frage. Aber Angaben zu Strukturen, wie Sie meinten, Fehlanzeige – Intransparent eben.
Gruss
Tim Osten

Thomas Möller – BV-Jesenwang, 11.05.2012 – 10.56 Uhr

Herr Osten,
ich bin für das Impressum von AufgeMUCkt nicht verantwortlich. Hierzu braucht es keine 2 akademische Ausbildung, um zu so einer Fehleinschäzung zu kommen. Weiter so und Sie machen sich in der Öffentlichkeit nur noch lächerlich: “Der rafft es wohl nicht mehr”.
Im übrigen suche ich mir die Personen aus, mit denen ich kommunizieren will. Sie gehören nicht zu diesem Kreis. Ihre Themen und Mails interessieren mich NULL:
Einen schönen und besinnlichen Tag
Thomas Möller

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 11:02 Uhr

Naja, es ist IHRE Organisation – das haben SIE selbst gesagt. Sie suchen es sich ein Stück weit selber raus, wie Sie es gerade brauchen – na gut, dass Sie keine Verantwortung tragen.
Ja wieso wollen Sie erst meine Position wissen, wenn es Sie dann irgendwie doch nicht interessiert? Irgendwie sind Sie ziemlich strange – aber das habe ich nun schon länger gemerkt.
Mich interessieren dafür ganz bestimmte Sachen und dazu zählt momentan, wie Sie IHRE Organisation finanzieren. Wie wäre es denn mal mit Antworten anstatt Ausflüchten? Würde Ihnen wirklich gut zu Gesicht stehen!!!

Thomas Möller – BV-Jesenwang, 11.05.2012 – 14.52 Uhr

Bitte verschomen sie mich mit Ihrem geistigen Müll. Der interessiert mich nämlich NULL. Ich schulde Ihnen keine Informationen – basta. Es würde Ihnen besser zu Gesicht stehen, wenn Sie als doppelter Akademiker das Niveau der untersten Schublade verlassen würden.

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 14:57 Uhr

“Es würde Ihnen besser zu Gesicht stehen, wenn Sie als doppelter Akademiker das Niveau der untersten Schublade verlassen würden.”
Irgendwie haben Sie die Kinderstube auch mit einer Concord durchflogen, oder? Na ich merke, der wunde Punkt ist getroffen, so wie sich winden wie ein angeschossener Wolf, der beim stehlen der Vogeleier erwischt wurde ….

Thomas Möller – BV-Jesenwang, 11.05.2012 – 16.07 Uhr

Bitte verschomen sie mich mit Ihrem geistigen Müll. Der interessiert mich nämlich NULL. Ich schulde Ihnen keine Informationen – basta. Es würde Ihnen besser zu Gesicht stehen, wenn Sie als doppelter Akademiker das Niveau der untersten Schublade verlassen würden.
Sie merken gar nicht, dass Sie schon wieder geistigen Müll produziert haben. Zu meiner Kinderzeit gab es keine Concord, wir wahrscheinlich zu Ihrer. Um dies festzustellen braucht man keine doppelte Akademikerausbildung.

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 16:26 Uhr

Man man man … Sie haben echt ein Gesprächsniveau, da könnte jeder Prekariatsangehöriger noch locker mithalten.
Was haben Sie eigentlich für ein grosses Problem? Können Sie nicht wie ein normaler Mensch sprechen? Vielleicht sollten wir das mal telephonisch klären.

Thomas Möller – BV-Jesenwang, 11.05.2012 – 16.48 Uhr

Sie schreckt einfach nichts ab, Ihren Müll bei sich zu halten. Ich kann auch wie ein normaler Mensch sprechen. Nur dies zieht nur nach sich, dass Sie mich mit Ihrem geistigen Müll aus doppelt akademischescher Geistesproduktion belästigen. Eigentlich will ich von Ihnen nichts mehr sehen und schon gar keinen Anruf haben.
Dies ist auch für Nicht-Akademiker verständlich, hoffentlich für Sie auch.

BV Jessenwang: Weitere Mails, keine Antworten

Herr Möller scheint aber gemeinsam mit Frau Stieglmeier sich irgendwo immer noch im Kindergarten wohl zu fühlen. Wir haben einfach mal an dieser Stelle jetzt gesammelt – den weiteren Mail-Verkehr. Da aber Verschleiern zum Geschäft der Dagegen-Initiaitve gehört, folgt auch kein weiterer Erkenntnisgewinn mehr. Bedauerlich:

Am 05.05.2012 22:25 schrieb Thomas Möller

Ohne völlige Transparenz zu Ihrer Person und Adresse gibt es keine weiteren Antworten meinerseits.

Sie müssen Ihre Nachbarn nicht vor mir schützen. Sie sind per se geschützt, weil Sie keine Transparenz zeigen und mir Ihre Adresse verheimlichen.

Sie wollen von mir volle Transparenz. Die gibt es wenn Sie mir volle Transparenz gezeigt haben. Sonst gibt es nichts.

Am 05.05.2012 22:12, schrieb Tim Osten 

Sie wiederholen sich … aber ich muss auch meine Nachbarn vor Ihren aufgewühlt-künstlichen Protesten schützen. Und im Gegensatz zu Ihnen muss ich Ihnen meine Finanzen auch nicht offenlegen.

Na gut, Sie wollen nicht – ich werde einfach Ihre gesamten Mail veröffentlichen.

Am 05.05.2012 22:00 schrieb Thomas Möller

Ohne völlige Transparenz zu Ihrer Person und Adresse gibt es keine weiteren Antworten meinerseits.
Am 05.05.2012 21:49, schrieb Tim Osten 

Sie sind wirklich ein komisc-kindischer Verein: Ihre Frau Stieglmeier reagiert so kindisch, dass sie leere Mails verschickt und sie Verlangen Transparenz, die Sie überhaupt nicht bieten – aber die ich Ihnen bereits geboten habe

Sie verschleiern …

Am 05.05.2012 21:40 schrieb Thomas Möller

Ohne völlige Transparenz keine weitere Antworten meinerseits.

Am 05.05.2012 21:36, schrieb Tim Osten 

Ach Herr Möller,

wollen Sie meine Bankauszüge sehen? Nur geht es hier um mein privates Geld ohne öffentlichen Bezug. Ich glaube, Sie wissen gar nicht, was Transparenz ist.

Sie haben einfach etwas zu verschleiern und reagieren deshalb so aggressiv. Sie haben in dem gesamten Konglomerat bislang schon nicht transparent agiert und wissen wohl sehr genau, warum. Und Sie haben dies auch in Zukunft nicht vor. Verschleiern zählt wohl doch zu Ihrem Geschäft!

Damit werden Sie aber nicht auskommen.

Herzlichst,
Ihr Tim Osten

Am 05.05.2012 21:30 schrieb Thomas Möller

Ohne völlige Transparenz keine weitere Antworten meinerseits.

Seither hat sich Herr Möller entschlossen, nur noch automatisch zu antworten: “Ohne völlige Transparenz zu Ihrer Person und Adresse gibt es keine weiteren Antworten meinerseits.” Herr Möller möchte also private Angaben von uns haben – und verweigert die wichtigen Angaben, die für ihn als politischen Akteur eigentlich selbstverständlich sein soll.

Was hat die Dagegen-Initiative also zu verheimlichen?

BV Jessenwang: Wir versuchen es noch einmal

Wir haben es dann noch einmal versucht, die grundlegenden Anforderungen darzulegen. Wir hatten die Hoffnung, dass Herr Möller irgendwie ein Gespür dafür bekommt.

Lieber Herr Möller,

vielen Dank für Ihre Reaktion. Nur leider stimmen Ihre Angaben, die Sie hier machen, nicht mit der Realität überein. Auf Ihrer Homepage sind Ihre Ziele – allerdings nur in Bezug auf den Landeplatz Jessenwang – dargelegt, kein allgemeinpolitisches Mandat zum Luftverkehr, wie Sie darzustellen versuchen. Auf Ihrer Homepage fehlen sämtliche Angaben zu Mitgliedern, Finanzen und Vorstand – auch zum Beispiel den Wahlterminus. Ebenso stimmt Ihre Behauptung nicht, dass Ihre Satzung dort hinterlegt ist.
Gerade die Frage der Finanzen ist von entscheidender Bedeutung – bei Ihnen wie bei aufgeMUCkt. Denn Ihnen ist sicher bekannt, dass im Luftverkehr ein harter Konkurrenzkampf besteht, hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf zu erfahren, ob Sie wirklich nur die vorgeblichen Ziele verfolgen oder hinter Ihnen nicht beispielsweise Konkurrenten des Flughafens München oder beispielsweise von Lufthansa bestehen. Es ist verwunderlich, dass eine Vertreterin einer Partei wie den Grünen, die sonst so stark darauf abzielen, dass alle Anderen ihre Strukturen und Finanzen offenlegen, sich diesem Gebot im eigenen Bereich beharrlich verweigert und durch Verschleierung auffällt.
Nachdem Sie in dem gesamten Wirrwar von Bürgerinitiativen (um zu 70 zu kommen, müssen im übrigen noch ein paar Scheininitiativen oder versteckte Initiativen vorhanden sein) keine Angaben zu diesen durchaus wichtigen Fragen machen und gleichzeitig dies von Dritten einfordern, frage ich mich immer stärker, ob nicht doch andere Interessen hinter Ihnen stehen. Auch Ihr aggressiver, abwehrender Ton bestärkt mich in dieser Annahme immer mehr.
Was hindert Sie eigentlich daran, die Zahlen zu veröffentlichen? Haben Sie wirklich so eine grosse Panik davor, Ihre Geldgeber zu benennen?

Sie schreiben, es wäre eine Respektlosigkeit, nach diesen Angaben überhaupt zu fragen – ohne Sie vorher hierzu um Genehmigung gefragt zu haben. Dies ist nun eine Sichtweise, die doch die Realität auf den Kopf stellt. Ich bin ein Bürger, der sich nicht nur für die Thematik, sondern auch für die Interessen deren interessieren, die hinter diesen Organisationen stehen. Sie sind als Akteur des politischen Prozesses vielmehr eigentlich selbst zur Transparenz verpflichtet und kommen dieser Verpflichtung nicht nach.
Ihr heimlicher Sprecher Magerl behauptet sogar, dass diese Angaben auf Mitgliederversammlungen gegeben wurden, über die die Presse berichtet hätte. Nur sind weder die Termine noch entsprechende Berichte nirgendwo zu finden. Sie behaupten, aufgeMUCkt würden 70 Bürgerinitiativen zusammenfassen – auf Ihrer Homepage ist jedoch gerade einmal rund die Hälfte aufgeführt. Sie behaupten, Sie würden 300.000 “Betroffene” und 10 Landkreise vertreten, verweigern jedoch die Angaben, welche Landeskreise dies sind und wie Sie die Legitimation für die Vertretung der Interessen Dritter ableiten.

Sie fragen mich nach der Struktur meiner Person: Also ich bin ein humanoides Wesen, welches Abitur und zwei Studienabschlüsse hat, seinen Lebensunterhalt verdient und auch ansonsten gerne die Welt entdeckt. Meine Position zu Fluglärm ist die selbe wie zu Strassen- und Bahnlärm oder zur Kinderlärm: sie sind etwas, was es nach Möglichkeit für die Betroffenen zu minimieren gilt (durch geeignete Massnahmen), aber im Zweifel eine Sache ist, die man akzeptieren muss. In Bezug auf den Flughafen München – um den es hier geht – ist die Erweiterung ein von der FMG dargelegtes zwingendes Erfordernis geht und für das die Anrainer entschädigt werden. Während Sie oder eine Frau Stieglmeier weit weg vom Flughafen wohnen, wohne ich nun relativ nah dran – aber auch so weit weg, dass ich mit ganz wenigen Ausnahmen keinerlei Beeinträchtigung meiner Lebensqualität habe.
Über die Frage von Verschwendung von Steuermitteln lässt sich im übrigen treffend streiten – Sie haben die Wahrheit nun nicht für sich gepachtet. Zumal, und dies vergessen Sie, die Luftverkehrswirtschaft sowohl die Betriebs- wie die Infrastrukturkosten vollkommen aus eigenen Mitteln trägt. Es gibt keinerlei Zuschüsse für die FMG, wie sie – durchaus zu Recht – für Schiene, Strassen und Wasserwege gewährt werden.

Um meine persönliche Meinung geht es aber gar nicht. Denn wenn ich erwarte diese Offenheit nicht nur von Ihnen, sondern auch von der Pro-Initiative. Diese hat ihre Finanziers offen gelegt, die Münchner Dagegen-Initiative. Nur aufgeMUCkt und das Konglomerat aus Unterorganisationen verweigert sich diesem Erfordernis und reagiert auf entsprechende Anfragen aggressiv und – wie die leeren Mails der Frau Stieglmeier zeigen – kindisch.

Herzlichst,
Ihr Tim Osten

BV Jessenwang: Noch einmal, aber aggressiver

Herr Möller hat es sich nicht nehmen lassen, zu reagieren. Aber anstatt etwas ruhiger zu werden und etwas mehr inhaltlich einzugehen, wird der Ton aggressiver:

Hallo Herr Osten,

legen Sie erst einmal Ihre Struktur zu Ihrer Person offen, bevor Sie dies von Ihnen nicht genehmen Organisationen verlangen. Ich bin wie Sie für ein Maximum an Transparenz, insbesondere zu Ihrer Person, Lebenslauf, politischer Einstellung, insbesondere Ihrer Position zum Thema Fluglärm und Geldverschwendung der Politiker für umweltschädliche Investitionen.

Ihre Respektlosigkeit liegt doch darin, dass Sie mir unterstellen, dass wir Ihnen zur Transparenz verpflichtet sind, ohne uns überhaupt darum gebeten zu haben.

Schauen Sie auf unsere Webseite, da steht alles zur unserer Struktur und unseren politischen Forderungen drin. Dies gilt auch für unsere Satzung. Da bleiben keine Fragen zur Transparenz offen. Wir sind gegen die Ausuferung des Fluglärms in Jesenwang, Flughafen München und anderswo. Wir halten die für Bürgerinitiativen politischen Gepflogenheiten ein.

Damit habe ich die von Ihnen angesprochenen Punkte für umfassend beantwortet und halte die Diskussion mit Ihnen für beendet.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Möller