Zum Schluss die Zugriffszahlen

Es wurde viel spekuliert scheinbar und einige der Akteure auf diesem Blog scheinen eine richtige Panik bekommen zu haben. Nun auch deshalb – nachdem alles gesungen ist und wir schliessen: hier die nackten Zahlen zum Zeitpunkt der Öffnung  der Wahllokale – die Zugriffszahlen.

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aufgeMUCkt: Neues aus Münchhausen

Schon einmal hatten wir über das gespaltene Verhältnis von aufgeMUCkt zur Wahrheit berichtet. Zwischenzeitlich hat aufgeMUCkt eine neue Homepage gestaltet- sieht etwas chaotisch aus, aber das Chaos kann ja interessant sein. Interessant ist vor allem, dass es aufgeMUCkt mit den Zahlen auch weiterhin nicht ganz so genau nimmt. Es heisst unter der Rubrik “Über uns

 Wir sind Menschen, die sich in über 80 Bürgerinitiativen, Verbänden und anderen Organisationen engagieren und sich in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen haben. Wir kommen aus 10 bayerischen betroffenen Landkreisen und vertreten circa 300 000 betroffene Bürger.

Nachdem bei der letzten Version der Homepage noch von 70 Bürgerinitiativen die Rede war und bereits damals die Zahl nicht mit der Realität überein stimmt, habe ich mir mal die Arbeit gemacht, etwas genauer nach zu schauen. Und zwar unter Bürgerinitiativen – also den eigenen Angaben von aufgeMUCkt – Der Dagegen-Initiative.

Und das Ergebnis ist höchst aufschlussreich:

Dort sind exakt 48 Bürgerinitiativen aufgezählt.  Zur Bürgerinitiative Karlsfeld (45 km vom Flughafen entfernt!!!) steht der Zusatz “Unbesetzt, bei Fragen aus Karlsfeld an Dr. Speierl, Dachau wenden.” – eine Zählinitiative. Bei der BI Seilerbrückl (ein Strassenzug mitten in Freising) des Herrn Hartmut Binner ist der Zusatz “(Material zum Widerstand)” vermerkt, was eher einer Materialausgabestelle gleicht.

Macht als 46 Initiativen, bei denen kein Zusatz vermerkt ist … weit entfernt von 80. Man sollte hier natürlich mit berücksichtigen, dass von den allermeisten Bürgerinitiativen keinerlei Aktivitäten gefunden werden können – weder auf der fehlenden eigenen Webpage noch in sonstigen Informationen. Es handelt sich also auch hier eher um Zählinitiativen, um die Zahlen ein wenig zu schönen.

Guten Mutes dachten wird, wir schauen einmal weiter, was sonst noch vorhanden ist – und ob diese die Qualität einer Bürgerinitiative erfüllen:

  • 15 Unterorganisationen des BUND mit den Highlights der Kreisgruppen Kitzingen (255 km vom Flughafen entfernt und damit näher an Frankfurt) und Mühldorf (66 km vom Flughafen entfernt)
  • 5 katholische und 2 evangelische Gemeinden
  • 3 sonstige Vereine wie Greencity in München oder Sonnenkraft in Freising
  • 4 Kreisgruppen des Verkehrsclubs Deutschland

Man könnte faktisch auch sicher noch mehr Kreisgruppen und Unterorganisationen aufzählen. Die Zahl wird dadurch nicht wirklich grösser und um Bürgerinitiativen handelt es sich an dieser Stelle dann auch nicht mehr.

Macht zusammen 77 Gruppen, die sich in aufgeMUCkt zusammen geschlossen haben – und beim grössten Entgegenkommen werden die Gruppen des BUND und der Kirchen auch noch unter den Sammelbegriff “Bürgerinitiative” gefasst. Sauber ist dies nicht – aber man will auch nicht so kleinlich sein.

Beim besten Willen fehlen an dieser Stelle dann immer noch exakt 3 Gruppen, die bei aufgeMUCkt verzeichnet sind … und hier zeigt sich, dass bereits solche einfachen Fakten, die von einer Bewertung vollkommen losgelöst betrachtet werden können, bei aufgeMUCkt und den anderen Dagegen-Initiativen recht willkürlich sind.

Man kann daraus irgendwie schliessen, dass die Angaben der Grünen in aufgeMUCkt irgendwie der Phantasie entsprechen. So genau nimmt es der Dagegen-Mensch mit dem Wahrheitsgehalt seiner Angaben.

Worum es geht – die Gegner aus dem Kirchturm

Es gibt zwei Gruppen von Gegnern des Flughafens Münchens

  1. Die erste Gruppe sind die Anrainer des Flughafens wie beispielsweise in der Gemeinde Attaching. Die Zahl ist relativ überschaubar, da startende und landende Flugzeuge bewohnte Gebiete weitgehend in grossen Höhen überfliegen und so die Lärmbelastung gering ist – von Ausnahmen abgesehen.
    Diese Gruppe hat das berechtigte Interesse, dass zumindest eine angemessene Entschädigung gezahlt wird. Wie der Fernsehbericht des BR am vergangenen Montag gezeigt hat, dass hier jedoch gar nicht der grosse Widerstand zu erwarten ist. Sie könnten auch ohne Flughafen leben – aber auch mit, nur nicht in der Einflugschneise.
  2. Die zweite Gruppe ist die der Berufsaktivisten. Sie sind gegen alles und jedes, egal ob zu Wasser, Strasse, Schiene oder Luft. Allerdings: Wenn sie selber fliegen wollen oder müssen, dann darf der Flughafen ausnahmsweise möglichst gleich um die Ecke sein – aber ohne Geräuche zu produzieren.

Und es gibt noch die dritte Gruppe: Die Kirchturms-Gegner. Sie haben nichts gegen den Flughafen, nur nicht in ihrer Umgebung. Ein solches Beispiel ist Oliver Barchewitz, der in München – also weit vom Flughafen entfernt – lebt. Ein Flughafen darfs schon sein, aber bitte in Frankfurt, weil dort angeblich sowieso alles verseucht ist. Solche Aussagen sprechen Bände.

Faktencheck: Wen die Dagegen-Initiativen vertreten

AufgeMUCkt behauptet auf seiner Website:

Wir sind Menschen, die sich in über 70 Bürgerinitiativen, Verbänden und anderen Organisationen engagieren und sich in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen haben.

Wir kommen aus 10 bayerischen betroffenen Landkreisen und vertreten circa 300 000 betroffene Bürger.

Bayerns Landkreis (rot: Freising und Erding; orang – weitere Landkreise)

Die Frage der Vertretung bedarf in einer demokratischen Gesellschaft einer Legitimation der “Betroffenen”. Bei den 300.000 Betroffenen, die aufgeMUCkt vertreten will, kann es sich nicht um die Landkreisbevölkerungen der “betroffenen Landkreise” handeln. Denn die Landkreise Freising (166.375 Einwohner) und Erding haben (127.011 Einwohner) haben diese Zahl an Einwohnern bereits fast erreicht – 293.386 Einwohner. Dies sind aber die Landkreise, in denen der Flughafen München entweder liegt oder die durch die An- und Abflugrouten unmittelbar betroffen sind. Mit Ausnahme der Stadt Garching im Landkreis München-Land sind über allen anderen Teilen im nördlichen Oberbayern, im südlichen Mittelfranken sowie im nordwestlichen Niederbayern die Flugzeuge noch / schon in einer Höhe, die eine Lärmbelastung auf den Normalzustand verdrängt. Hier ist bereits der Lärm, den Strasse und Schiene machen, das weitaus grössere Problem.

Wir haben uns deshalb einmal die Landkarte im Umgriff der beiden “betroffenen Landkreise” einmal näher angeschaut und die Ungenauigkeit, dass Landshut eine Kreisfreie Stadt ist, unberücksichtigt gelassen. Dabei kommen wir zu folgenden Resultaten:

  • Im Landkreis München (südwestlich des Flughafens) leben 323.075 Einwohner
  • Im Landkreis Landshut (östlich des Flughafens) leben 148.783 Einwohner
  • Im Landkreis Kehlheim (nördlich des Flughafens) leben 113.147 Einwohner
  • Im Landkreis Pfaffenhofen (nördwestlich des Flughafens) leben 117.371 Einwohner
  • Im Landkreis Dachau (westlich des Flughafens) leben 138.547 Einwohner
  • Im Landkreis Ebersberg (südöstlich des Flughafens) leben 129.199 Einwohner

In der Stadt Landshut leben 63.258 Einwohner und in Ingolstadt 125.088 Einwohner. Jetzt sind aber die Einwohner der Landeshauptstadt München, die vielfach näher am Flughafen wohnen als die Einwohner des die Landeshauptstadt fast umschliessenden Landkreises München, hierin gar nicht erfasst – macht immerhin 1.353.186 Einwohner.

Fast man jetzt diese Zahlen zusammen, so wohnen bereits in den genannten Landkreisen 1.556.894 Einwohner – zuzüglich Ingolstadt und Landshut reden wir bereits von 1.745.240 Einwohner. Und wenn man München noch mit zusätzlich mit hinein rechnet, dann 3.098.426 Einwohner. Das sind zehnmal so viele Einwohner, als wie aufgeMUCkt angibt, zu vertreten. In München besteht aber – wie bereits aufgeMUCkt – eine von den Grünen getragene eigene Initiative, die derzeit sich gerade an einem Bürgerentscheid abarbeitet.

Wir hatten, wie bereits berichtet, deshalb einmal näher nachgefragt. Die Antworten waren eher dürftig – aber eine Aussage haben wir erhalten von der Bürgerinitiative in Attenkirchen, die uns antwortete:

Die BI-Attenkirchen wurde von mir gegründet. Wir haben einige Mitstreiter die die Initiative in ihre Freizeit unterstützen.

“einige Mitstreiter” klingt eher nach einer kleinen Gemeinschaft, die sich für ein Anliegen einsetzt – bei 2.674 Einwohnern, die Attenkirchen hat. Also nicht einmal in einem so kleinen Ort vertritt die Initiative, was diese Initiative auch nicht behauptet, die Gemeinde oder Gemeindeeinwohner. Es nehmen einige Bürger ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahr.

Wir hatten aber auch noch eine Antwort des heimlichen Sprechers von aufgeMUCkt, Christian Magerl, der doch in der Tat alle Einwohner der beiden unmittelbar angrenzenden Landkreise Freising und Erding mit in seine Rechnung einbezogen hatte. Aber: aufgeMUCkt bleibt bislang trotz mehrfacher Nachfragen jegliche Aussagen zu den Strukturen schuldig. Den Begriff “vertreten” verwendet die Initiative bewusst irreführend, um eine Grösse zu suggerieren, die sie überhaupt nicht besitzt, denn wie bei der – ehrlichen – Antwort der BI Attenkirchen verhält es sich scheinbar auch bei allen anderen Bürgerinitiativen, die in ihrer grossen Anzahl nicht einmal über eine Homepage und wohl auch nicht über eine Vereinsstruktur verfügen. Die BI Jessenwang verzeichnet seit Jahren bereits auch keine Mitgliederversammlungen mehr, auf der der Vorsitzende Thomas Möller sich bestätigen lässt – eine reine Papierorganisation ohne Aktionsradius.

Eine Ausnahme stellt die Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung dar, der der Freisinger Landrat Michael Schwaiger vorsitzt. In ihr haben sich neben zahlreichen Privatpersonen auch die Anrainergemeinden und die beiden betroffenen Landkreise zusammen geschlossen. Sie haben sich aktiv am Planfeststellungsverfahren beteiligt und koordinieren die Klageverfahren gegen die Erweiterung. Hier handelt es sich um echte Strukturen, die jedoch zwischenzeitlich weniger nach aussen gerichtet sind. Michael Schwaiger macht aber immer wieder auch deutlich, dass es auch gegenläufige Meinungen in den Gemeinden gibt, die Mitglied sind – und sich auch ganze Gemeinden wie Eching dem Protest nicht angeschlossen haben. Eching liegt am westlichen Ende der Einflugschneise.

Die Schutzgemeinschaft ist zwar beteiligte an dem Bündnis aufgeMUCkt – aber wohl nur informationshalber. Eine Aktivität ist nicht zu verzeichnen.

Bleibt noch die Frage nach den 10 Landkreisen, die aufgeMUCkt vertreten will oder in der sie Betroffene vertreten will. auch hier verhält es sich wie mit den Mitgliedern: auf Nachfrage kommt ein eisiges Schweigen. Man wird auch nirgends auf einen Landkreis stossen, der – durch seine Kreisorgane – beschlossen hätte, Mitglied bei aufgeMUCkt zu werden. Eine Schimäre.

Es fällt auch auf, dass in dem Bündnis keinerlei Parteien beteiligt sind, obwohl sich gerade in Freising von CSU bis Freien Wähler, SPD und Grünen alle Parteien gegen den Bau der Startbahn ausgesprochen haben. Anders als in dem Münchner Pedant “München gegen die dritte Startbahn”, dem neben den Grünen beispielsweise auch die Freien Wähler und die Linkspartei angehören, sucht man eine ähnliche Aufstellung bei aufgeMUCkt oder den Bürgerinitiativen vergeblich.

Was ist dann aufgeMUCkt? AufgeMUCkt vertritt niemand, sondern in dem scheinbaren Bündnis sind vor allem eine Grüne Berufsaktivitisten vertreten – alle fünf Sprecher gehören dem ein oder anderen weit vom Flughafen entfernt liegenden Orts- oder Kreisverband an. Die Sprecherin Helga Stieglmeier ist beispielsweise immer dann dabei, wenn es gegen Infrastrukturprojekte geht – egal ob Luft-, Strassen- oder Schienenverkehr.

Und selbst man in die Rubrik “Leserbriefe” der Homepage von aufgeMUCkt reinschaut: viele Leserbriefe, aber ob diese alle aufgeMUCkt unterstützen oder sich von diesem dubiosen Bündnis vertreten lassen wollen – das ist fraglich. Und deshalb bleiben auch sämtliche Fragen zu den Strukturen unbeantwortet – wer wirklich hinter aufgeMUCkt steht, bleibt so im Dunkeln.

Fazit: aufgeMUCkt ist eine grosse Schimäre, die weder jemand vertritt noch von irgendjemand legitimiert ist.

Drei ist die Zahl des Glücks – und der Entwicklung

Drei ist nach allgemeinem Verständnis die Glückszahl im europäischen Raum. Deshalb gewinnt die DREI – und die zwei bleibt steht. Und der Flughafen München leuchtet unter strahlend blauem Himmel – dem Himmel der Bayern.

Und damit man auch sieht, wie düster die Zwei ist, sollte man sich genau anschauen: Der Hintergrund ist Dunkel und man nutzt die düstere Vorhersage eines abstürzenden Flugzeuges. “München gegen die 3. Startbahn” ist eben ein rückwärtsgewandtes Bündnis der Finsternis. Dark Vader lässt grüssen.

Neues aus Sittenbach

Auch aus Sittenbach erreichte uns Post – aber es war wohl doch wieder ein Ablenkungsmanöver.

Harald Edelmann – BI Sittenbach, 06.05.2012 10.57 Uhr

Hallo Herr Osten,
der wahre Grund ihrer Unzufriedenheit mit der Situation und der Angriff auf Bürger, die sich für die Zukunft der betroffenen Bevölkerung einsetzen, ist mir vollkommen unbekannt und somit absolut unverständlich.
Verstecken Sie sich nicht hinter dem wirrem bla bla, sondern sagen Sie klar und deutlich was Sie wollen.
Ich schäme mich für Sie und finde Sie erbärmlich.
Ihr Auftraggeber hat jetzt schon verloren. Die Wahrheit siegt immer.
Harald Edelmann

Tim Osten – Freising, 06.05.2012 11:56 Uhr

Sehr geehrter Herr Edelmann,
aus dem fernen Franken – Sittenbach – erreicht mich eine aggressive Email. Was haben Sie denn für ein grosses Problem – nun hat Frau Stieglmeier schon Verschwörungstheorien hervorgebracht und auch Sie können sich scheinbar nicht vorstellen, dass ein normaler Bürger sich interessiert.
Ich muss Sie also enttäuschen: hinter mir steht kein Auftraggeber. Nur: wer steht hinter Ihnen, dass Sie sich so scheuen wie der Teufel das Weihwasser, Ihre Geldgeber offen zu legen.
Ich muss Sie auch enttäuschen: ich greife Sie gar nicht an wegen Ihrer Position. Nur sollten Sie einmal auch diese Grundsätze an sich selbst anlegen, die Sie an andere anlegen. Das wäre nicht nur das Gebot der Stunde, dies würde Ihre eigene Glaubwürdigkeit auch deutlich steigern.
Und wenn Sie der Ansicht sind, Sie würden die Wahrheit verkündigen (“Die Wahrheit siegt.”), so würden Sie sich auf eine Stufe mit dem Papst stellen – dieser hält sich auch für unfehlbar. Bislang sind solche Absolutheitsansprüche immer gescheitert. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Sie bereits auf Ihrer Homepage zahlreiche Falschaussagen zu Ihrer Organisation haben (70 Bürgerinitiativen, 300.000 vertretende “Betroffene” und 10 Landkreise – nur als Stichwort), sind Wahrheitsabsolutismus bei Ihnen auch nicht angebracht.
Ich habe Ihnen klar und deutlich gesagt, was ich will – und nur für Sie füge ich meine Fragen noch einmal bei. Vielleicht versuchen Sie es wirklich einmal, sich inhaltlich zu orientieren und nehmen Abstand von aggressiven Angriffen und Verschwörungstheorien.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.
Herzlichst,
Ihr Tim Osten

 

Harald Edelmann – BI Sittenbach, 11.05.2012 13.24 Uhr

Sehr geehrter Herr Osten,
ich bin etwas verwundert – wahrscheinlich gehören Sie zur Partei von Herrn Ude, der sie mit seinem vermeintlichen Geo-Wissen angesteckt hat und nicht weiß wo Franken ist. Dass Sittenbach zu Oberbayern gehört sollten Sie mir einfach genauso glauben wie ich ein Betroffener des Fluglärms bin und mit der 3. Startbahn sich die Situation noch verstärken wird.
Bitte schreiben Sie mich jetzt nicht mehr an, mir ist meine Zeit für eine Grundsatzdiskussion mit Ihnen viel zu schade.
Harald Edelmann, 85235 Sittenbach

 

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 13:36 Uhr

Herr Edelmann
Sittenbach liegt nach meinen Erkenntnissen im Regierungsbezirk Mittelfranken – und wie der Name bereits sagt damit in Franken. Und da ist der Flughafen meilenweit entfernt – zumindest der Münchner – dass Sie ihre gefühlte Lärmbeklagtheit nicht mehr auf den Flughafen zurück führen können.
Ich wollte auch keine Grundsatzdiskussion mit Ihnen führen – wir können dies natürlich. Sondern einfach die Fakten finden. Die werden Sie ja geben können, z.B. woher Ihr Geld stammt. Wie schauts aus?
Tim Osten

Harald Edelmann – BI Sittenbach, 11.05.2012 14.01 Uhr

Harald Edelmann,
85235 Sittenbach
Wer lesen kann, hat mehr vom leben.

Tim Osten – Freising, 11.05.2012 14:32 Uhr

na dann kann es mir ja blendend gehen *lol

 

Fazit: Irgendwie scheinen Mitglieder von aufgeMUCkt alle an einer gewissen Form des Verfolgungswahnsinns zu leiden.

BI Sittenbach: Unsere Antwort auf Harald Edelmann

Es war uns natürlich eine grosse Freude, auch Harald Edelmann zu antworten.

Sehr geehrter Herr Edelmann,

aus dem fernen Franken – Sittenbach – erreicht mich eine aggressive Email. Was haben Sie denn für ein grosses Problem – nun hat Frau Stieglmeier schon Verschwörungstheorien hervorgebracht und auch Sie können sich scheinbar nicht vorstellen, dass ein normaler Bürger sich interessiert.

Ich muss Sie also enttäuschen: hinter mir steht kein Auftraggeber. Nur: wer steht hinter Ihnen, dass Sie sich so scheuen wie der Teufel das Weihwasser, Ihre Geldgeber offen zu legen.

Ich muss Sie auch enttäuschen: ich greife Sie gar nicht an wegen Ihrer Position. Nur sollten Sie einmal auch diese Grundsätze an sich selbst anlegen, die Sie an andere anlegen. Das wäre nicht nur das Gebot der Stunde, dies würde Ihre eigene Glaubwürdigkeit auch deutlich steigern.
Und wenn Sie der Ansicht sind, Sie würden die Wahrheit verkündigen (“Die Wahrheit siegt.”), so würden Sie sich auf eine Stufe mit dem Papst stellen – dieser hält sich auch für unfehlbar. Bislang sind solche Absolutheitsansprüche immer gescheitert. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Sie bereits auf Ihrer Homepage zahlreiche Falschaussagen zu Ihrer Organisation haben (70 Bürgerinitiativen, 300.000 vertretende “Betroffene” und 10 Landkreise – nur als Stichwort), sind Wahrheitsabsolutismus bei Ihnen auch nicht angebracht.

Ich habe Ihnen klar und deutlich gesagt, was ich will – und nur für Sie füge ich meine Fragen noch einmal bei. Vielleicht versuchen Sie es wirklich einmal, sich inhaltlich zu orientieren und nehmen Abstand von aggressiven Angriffen und Verschwörungstheorien.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.

Herzlichst,
Ihr Tim Osten